Auch ohne Medaille tolle Leistungen gezeigt
Die C-Jugend-Handballer des SC Magdeburg nahmen über Ostern an einem der größten Handball-Nachwuchs-Turniere Europas in Prag teil. Dabei präsentierten sich die Jungen des Jahrgangs 1996 - gestartet als SCM I – in allen Belangen vorbildlich. Mit nur elf einsatzfähigen Spielern angereist absolvierte das Team binnen vier Turniertagen insgesamt 12 Spiele und überzeugte nicht nur technisch-taktisch, sondern trat in der gesamten Zeit mit ausgesprochenem Teamgeist und Kampfeswillen auf.
An den ersten beiden Tagen standen in der Vorrunde zunächst sechs Begegnungen gegen Mannschaften aus fünf Ländern an. Nach den klaren Auftaktsiegen gegen CYSS Melitopol (Ukraine; 28:13), HUK Handball (Dänemark; 26:11) sowie Torslanda HK III (Schweden; 27:3) kam es im vierten Spiel zum Aufeinandertreffen mit dem starken slowakischen Vertreter MHK Kosice. In einer körperlich betonten, aber stets fairen und äußerst spannenden Begegnung siegten die SCM-Jungen am Ende mit 21:14. Auch der nachfolgende Gegner HCB OKD Karvina (Tschechien) verlangte den Magdeburgern im Spiel um den Gruppensieg alles ab. Nach ausgeglichenem Spiel gelang den SCM-Jungen in den letzten zehn Minuten noch ein klarer 18:10-Erfolg.
Mit dem ersten Platz aus der Vorrundengruppe ging das Team dann in die Hauptrunde und traf hier auf die tschechischen Vertreter Sokol Kobylsky und KH Koprivnice. Beide Gegner konnten mit 25:9 bzw. 22:8 besiegt werden.
Im nachfolgenden Achtelfinale trafen die SCM-Jungen auf die I. Mannschaft von Torslanda HK aus Schweden. Mit einem am Ende noch klaren 15:8 Sieg konnten die Club-Jungen den Sprung in das Viertelfinale schaffen, dass bereits eine Stunde nach Ende des Achtelfinales angepfiffen wurde. Hier kam der Gegner ebenfalls aus Schweden und hieß Lugi HF II. In diesem Viertelfinale bot das Team SCM I die beste Turnierleistung. Trotz der vorhergehenden großen physischen Belastungen zeigten alle Spieler nicht nur hervorragende Willensqualitäten, sondern bewiesen ausgehend von einer stabilen Deckung eine hohe Angriffseffektivität auf allen Positionen. So konnten die Schweden in einer emotionalen Begegnung mit 21:12 bezwungen werden.
Am letzten Turniertag standen dann zunächst die Halbfinalspiele an. Hier mussten die Magdeburger bereits um 8.00 Uhr morgens gegen die tschechische Mannschaft von HC Zubri, die mit 16 Spieler angereist war, antreten. Aufgrund des großen Kraftverlustes der vorhergehenden drei Turniertage und aufgetretener Verletzungen (es standen nur noch 7 einsatzfähige Feldspieler zur Verfügung) verloren die SCM-Jungen die Begegnung gegen den späteren Turniersieger klar mit 17:11 Toren. Im nachfolgenden Spiel um Platz 3 ging es noch einmal spannend zu. Gegen die HC aon Fivers aus Österreich stand es zur Halbzeit 12:7 für das Austria-Team. Der SCM verkürzte bis kurz vor Schluss auf 22:22, verlor das Spiel jedoch in letzter Sekunde durch einen verwandelten Siebenmeter der Wiener mit einem Tor.
Trotz des unglücklichen vierten Platzes zeigten sich die SCM-Verantwortlichen sehr zufrieden mit dem Abschneiden der Mannschaft. So wurde während des gesamten Turniers mit offensiven Deckungssystemen agiert. Diese führten im Zusammenspiel mit den konstanten Leistungen der Torhüter Florin Schneider und Florian Link zu häufigen Ballgewinnen, die wiederum durch die schnellen Außen John Michael, Maximilian Held und Willi Deubner im Zuge des Konterspiels für Torerfolge genutzt wurden. Im Angriffsspiel überzeugten Marius Herda und Niklas Wosnitza mit Variabilität und Ideenreichtum, was wiederum den Rückraumspielern Johannes Aue und Jannik Meyer zu Gute kam. Im Deckungszentrum und am Kreis leistete Andre Czech, der von Lucas Goldmann entlastet wurde, eine starke Leistung.
Insgesamt gesehen war das Turnier aus Sicht aller Beteiligten ein voller Erfolg, zumal sich die C-Jugendlichen mit verschiedenen Spielsystem aus anderen Ländern Europas auseinandersetzen mussten. Der Dank gilt auch den mitgereisten Eltern, die sich nicht nur hinsichtlich der Organisation vor Ort engagierten, sondern vor allem auch im Zusammenwirken mit dem verletzten Spieler Maximilian Schulze als Fans das Team vorbildlich unterstützten. Eine Teilnahme des SCM am Turnier im nächsten Jahr kann aufgrund der sehr guten Erfahrungen nur empfohlen werden.
Aufstellung SCM I: Florin Schneider, Florian Link – Marius Herda, Niklas Wosnitza, Willi Deubner, Maximilian Held, John Michael, Andre Czech, Jannik Meyer, Johannes Aue, Lucas Goldmann, Maximilian Schulze (aufgrund von Verletzung nicht eingesetzt)



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